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Küche & Gerichte

Streetfood aus Westafrika: Suya, Kelewele, Puff-Puff, Akara & mehr

In den Städten Westafrikas wird an Straßenständen gegrillt, frittiert und geröstet – vom späten Nachmittag bis in die Nacht. Viele dieser Gerichte lassen sich zu Hause gut nachmachen. Hier stellen wir dir die bekanntesten Klassiker aus Nigeria, Ghana, Senegal und der Elfenbeinküste vor und zeigen, was du dafür brauchst.

Die Klassiker auf einen Blick

Gericht Land Was es ist Zu Hause machbar?
Suya Nigeria dünne Fleischspieße mit scharfer Erdnuss-Gewürzmischung (Yaji) ja, Grill oder Ofen
Kelewele Ghana gewürzte, frittierte Würfel aus reifer Kochbanane ja, einfach
Puff-Puff Nigeria, Ghana (Bofrot), Kamerun frittierte Hefeteigbällchen ja
Akara / Kosai Nigeria, Ghana (Koose) frittierte Bällchen aus pürierten, geschälten Bohnen ja, etwas Übung
Boli Nigeria über Glut geröstete Kochbanane, oft mit Erdnüssen oder Pfeffersauce ja, Grill oder Ofen
Alloco Elfenbeinküste frittierte Kochbananen mit Chilisauce und Zwiebeln ja
Fataya Senegal frittierte Teigtaschen mit Fisch- oder Fleischfüllung ja, aufwendiger
Waakye Ghana Reis mit Bohnen, typisch mit Shito und Beilagen ja
Gegrillter Mais ganz Westafrika Maiskolben über Holzkohle, oft mit Kokosnuss oder gerösteter afrikanischer Birne (Ube) ja

Begriffe wie Yaji, Shito oder Kosai erklären wir auch im Afrikanischen Lebensmittel-Lexikon.

Suya: Der König der Grillstände

Suya kommt ursprünglich aus dem Norden Nigerias und wird heute im ganzen Land und weit darüber hinaus gegrillt. Rindfleisch wird sehr dünn geschnitten, mit Öl und der Gewürzmischung Yaji eingerieben und über Holzkohle gegart. Serviert wird es klassisch in Zeitungspapier mit rohen Zwiebelringen, Tomaten und Kohl – und einer extra Portion Gewürz zum Dippen.

Yaji besteht in der Regel aus gemahlenen Erdnüssen, Chili und weiteren Gewürzen. Die fertige Mischung Bigi Mama Suya Gewürz Hot spart dir das Mahlen. Achtung bei Erdnussallergie: Suya-Gewürz enthält in der Regel Erdnüsse – siehe Etikett.

Unser Schritt-für-Schritt-Rezept findest du unter Suya – nigerianische Rindfleischspieße, eine Variante mit Hähnchen unter Chicken Suya aus dem Ofen. Mehr über die Gewürze erklärt der Ratgeber Gewürze der westafrikanischen Küche.

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Kelewele und Alloco: Kochbanane in Bestform

Kelewele ist ein Abendsnack aus Ghana. Reife Kochbananen – die Schale ist gelb mit schwarzen Flecken – werden gewürfelt und mit einer Würzpaste aus frischem Ingwer, Chili, Zwiebel und Salz mariniert. Manche geben Nelken, Muskat oder Anis dazu. Dann werden die Würfel in heißem Öl goldbraun frittiert. Oft gibt es dazu geröstete Erdnüsse.

So gelingt Kelewele zu Hause:

  1. Zwei bis drei reife Kochbananen schälen und in mundgerechte Würfel schneiden.
  2. Ein daumengroßes Stück Ingwer, eine kleine Zwiebel, Chili nach Geschmack und etwas Salz fein pürieren.
  3. Die Würfel mit der Paste mischen und 15 bis 30 Minuten ziehen lassen.
  4. Öl in einem hohen Topf erhitzen und die Würfel portionsweise goldbraun frittieren. Nie Wasser in heißes Öl geben und den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.
  5. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm essen.

Alloco aus der Elfenbeinküste ist ähnlich, die Kochbanane wird aber meist ohne Marinade frittiert und mit einer scharfen Sauce aus Chili, Zwiebeln und Tomaten serviert. Wer nur einen schnellen Kochbananen-Snack sucht: Plantain Chips sind die knusprige Variante aus der Tüte.

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Puff-Puff und Akara: Frittiertes zum Frühstück und Feierabend

Puff-Puff sind kleine, frittierte Bällchen aus einem süßen Hefeteig – außen goldbraun, innen weich. In Ghana heißen sie Bofrot, in Kamerun Beignets. Auf Partys gehören sie zu den Small Chops; alles dazu in unserem Artikel Small Chops: Puff-Puff, Chin Chin, Samosa & Co.

Akara (in Nordnigeria Kosai, in Ghana Koose) sind herzhafte Bällchen aus Bohnen. Traditionell werden dafür Augenbohnen (Black-Eyed Peas) eingeweicht, geschält, mit Zwiebel und Chili zu einem luftigen Teig püriert und in heißem Öl frittiert. Zum Frühstück isst man sie gern mit Pap (Maisbrei) oder in Brot. Das Schälen ist der aufwendigste Teil: Die eingeweichten Bohnen zwischen den Händen reiben, bis sich die Häute lösen, und diese mit Wasser abschwemmen.

Akara ist auch im Fastenmonat beliebt – mehr dazu in Iftar auf westafrikanisch.

Boli: Geröstete Kochbanane vom Grill

Boli ist geröstete Kochbanane und vor allem im Süden Nigerias ein beliebter Snack am Straßenrand, etwa in Port Harcourt, wo sie oft mit gegrilltem Fisch und scharfer Sauce gegessen wird. In anderen Gegenden gibt es Boli mit gerösteten Erdnüssen – eine einfache, sättigende Kombination.

So machst du Boli zu Hause:

  1. Kochbananen wählen, die gerade gelb werden – nicht ganz grün, aber auch noch nicht weich und schwarz. So bleibt die Boli fest und wird nur leicht süß.
  2. Schälen und im Ganzen oder längs halbiert verwenden.
  3. Auf dem Holzkohlegrill oder im Backofen auf dem Rost bei starker Hitze garen und regelmäßig wenden, bis die Oberfläche rundum gebräunt ist und die Banane innen weich ist. Im Ofen dauert das je nach Dicke etwa 20 bis 30 Minuten.
  4. Warm servieren, mit Erdnüssen oder einer scharfen Sauce.

Boli ist eine gute Alternative für alle, die nicht frittieren möchten.

Was dazu getrunken und gedippt wird

Zum Streetfood gehören scharfe Saucen und kalte Getränke:

  • Pepper Sauce und Chili-Öl: Zu Boli, Alloco und Akara gibt es oft eine scharfe Sauce. Für zu Hause reicht ein Tropfen Akabanga Chili-Öl – es ist extrem scharf, also vorsichtig dosieren. Tipps im Rezept Akabanga Chili-Öl richtig verwenden.
  • Geröstete Erdnüsse: Zu Kelewele und Boli ein Klassiker. Ungeröstete Erdnüsse 8 bis 10 Minuten bei 180 °C im Ofen rösten.
  • Zobo oder Bissap: Das tiefrote Hibiskus-Getränk wird gekühlt verkauft. Rezept: Zobo / Bissap selber machen.
  • Kunu: In Nordnigeria verbreitete Getränke, etwa aus Tigernüssen. Rezept: Kunu Aya.
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Checkliste: Streetfood-Abend zu Hause

  • Suya-Gewürz, Rind- oder Hähnchenfleisch, Holzspieße (vorher wässern)
  • Reife Kochbananen für Kelewele oder Alloco
  • Frischer Ingwer, Zwiebeln, Chilis
  • Neutrales Öl zum Frittieren und ein hoher Topf
  • Ungeröstete Erdnüsse zum Selbströsten
  • Rote Zwiebeln, Tomaten, Weißkohl zum Servieren
  • Scharfe Sauce oder Chili-Öl
  • Zobo oder Kunu, gut gekühlt
  • Küchenpapier, Zeitungspapier oder Butterbrotpapier zum Servieren

Alle Gewürze findest du in der Kategorie Gewürze & Würzmittel, Snacks und Getränke unter Snacks & Getränke.

Häufige Fragen

Was ist das bekannteste Streetfood in Nigeria?

Suya gehört zu den bekanntesten: dünne, gewürzte Fleischspieße vom Holzkohlegrill. Daneben sind Puff-Puff, Akara und Boli weit verbreitet.

Was ist der Unterschied zwischen Kelewele und Alloco?

Beide sind frittierte Kochbananen. Kelewele aus Ghana wird vorher mit Ingwer, Chili und Gewürzen mariniert, Alloco aus der Elfenbeinküste wird meist pur frittiert und mit scharfer Sauce serviert.

Kann ich Suya im Ofen machen?

Ja. Unter dem Backofengrill bei starker Hitze funktioniert Suya gut. Unser Rezept für Chicken Suya ist sogar komplett für den Ofen gedacht.

Welche Kochbananen nimmt man für Kelewele?

Reife Kochbananen mit gelber Schale und schwarzen Flecken. Sie sind süßer und werden beim Frittieren karamellig.

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